ZUSAMMENFASSENDE STROMRECHNUNG-Daten zur Ablesung und Stromverbrauch

Blindenergie

Die Blindenergie (gemessen in kVARh) ist eine elektrische Komponente, die keine nützliche Arbeit verrichtet, aber für einige Geräte notwendig ist. Wenn sie bestimmte Schwellen überschreitet, wird sie in der Rechnung belastet.

Was musst du über Blindenergie wissen?

Was Blindenergie in der Rechnung ist
Die Energie, die in den Schaltkreisen zirkuliert, ohne nützliche Arbeit zu verrichten: sie wärmt nicht und beleuchtet nicht, erhöht aber die Netzverluste. Sie wird in kVARh gemessen und in Euro/kVARh berechnet.
Wer sie wirklich zahlt
Nur nicht-haushaltliche Kunden mit einer vertraglichen Leistung über 16,5 kW. Haushaltsverträge in Niederspannung sind von den Entgelten für Blindenergie (TIT) grundsätzlich ausgenommen.
Wann die Belastung greift
Wenn die im Abrechnungszeitraum entnommene Blindenergie 50% der Wirkenergie übersteigt, was einem Leistungsfaktor (cos φ) von rund 0,9 entspricht. Über 75% gilt eine höhere Entgeltstufe.
Wovon sie abhängt
Von induktiven Lasten: Motoren, Kompressoren, Transformatoren, industrielle Klimatisierung.
Wie man sie reduziert
Mit der Kompensation, also dem Einbau von Kondensatoren, die die Blindenergie vor Ort ausgleichen und den cos φ über die Schwelle heben.
Wo sie steht
In der Verbrauchsposition, in eigenen Zeilen mit den verrechneten kVARh und dem angewandten Durchschnittspreis.

Offizielle ARERA-Definition

Dabei handelt es sich um eine Hilfsenergie für den Betrieb von Elektrogeräten, die keine nützliche Wirkung erzeugt und die Netzverluste erhöht. Sie wird in der Rechnung separat ausgewiesen, wenn sie einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, da sie durch besondere anlagentechnische Maßnahmen (Leistungsfaktorkompensatoren) lokal reduziert oder eliminiert werden kann. Die Blindenergie wird in kVARh gemessen.

ARERA

Was bedeutet das in der Praxis?

Die Blindenergie ist eine Komponente, die nicht wärmt, nicht beleuchtet, keine Motoren antreibt, aber trotzdem in den Schaltkreisen zirkuliert und Verluste im Netz verursacht. Sie wird in kVARh gemessen und betrifft vor allem Anlagen mit induktiven Lasten: Motoren, Kompressoren, industrielle Klimaanlagen. Für normale Wohnungen ist sie selten ein Problem: Moderne Haushaltsgeräte haben akzeptable Leistungsfaktoren. Das Thema betrifft Niederspannungsanlagen über 15 kW und Kleinbetriebe. ARERA setzt eine Schwelle: Sinkt der Cosinus phi unter 0,9, wendet der Netzbetreiber eine Strafe auf den überschüssigen Anteil an. Sie erscheint als separate Position in der Rechnung, oft wenig klar. Die technische Lösung ist der Kompensator, ein Gerät, das die Blindenergie vor Ort kompensiert und den ins Netz geschickten Anteil reduziert. Die Kosten amortisieren sich in wenigen Jahren durch die ersparten Strafen. Wenn du diese Position in der Rechnung findest und nicht verstehst, woher sie kommt, bitte einen Elektriker um eine Anlagenüberprüfung. Es ist kein Fehler des Anbieters: es ist ein Merkmal deiner Anlage, das sich beheben lässt.