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ZUSAMMENFASSENDE STROMRECHNUNG-Daten zur Ablesung und Stromverbrauch

Schätzungen Ablesungen

Geschätzte Ablesungen sind vermutete Zählerstände, die der Anbieter berechnet, wenn weder effektive Ablesungen noch Selbstablesungen vorliegen. Sie werden bei der ersten realen Ablesung ausgeglichen.

Offizielle ARERA-Definition

In Bezug auf einen bestimmten Zeitraum kann in der Rechnung in Ermangelung von tatsächlichen Ablesungen oder Selbstablesungen eine Schätzung der Ablesung angegeben werden, d.h. eine Schätzung des Wertes, der zu einem bestimmten Datum auf der Anzeigetafel des Zählers erscheinen müsste.

Was bedeutet das in der Praxis?

Geschätzte Ablesungen kommen ins Spiel, wenn weder der Netzbetreiber noch der Kunde ein reales Datum liefert. Das System berechnet einen vermuteten Verbrauch auf Basis der Historie, der Saisonalität und des statistischen Profils der Verbrauchertypologie. Das ist nicht die beste Situation, aber von der Regulierung vorgesehen und passiert öfter, als man denkt: Zähler mit Kommunikationsproblemen, Zonen mit schwacher Fernablesung, Übergangsphasen. Das Risiko ist die fortschreitende Abweichung zwischen Schätzungen und realen Verbräuchen. Nach Monaten von Rechnungen auf Schätzbasis kann bei der realen Ablesung eine kräftige Nachverrechnung kommen - zu Lasten oder zu Gunsten. Sie ist rechtmäßig, überrascht aber wer es nicht weiß. Das Heilmittel ist der periodische Versand von Selbstablesungen, damit die Verrechnung an den echten Zahlen festhängt. Prüfe in der Rechnung, ob "lettura stimata" oder "rilevata" steht: die Angabe ist Pflicht. Wiederholen sich die Schätzungen monatelang, melde es dem Anbieter, damit er den Netzbetreiber einbezieht.